16. September 2025
Wenn Politik und Praxis zusammentreffen
Schön zu sehen, wenn Politik und Praxis zusammenkommen, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten!
Vielen Dank an Staatssekretärin Elisabeth Zehetnerfür den Besuch bei uns in Köstendorf
Wir konnten gemeinsam über die Zukunft der Wärmeversorgung in Österreich sprechen und welche Rahmenbedingungen für die Branche und die Erreichung der Energieziele notwendig sind.
Die Wärmewende ist möglich, auch im Gebäudebestand, über das Einfamilienhaus hinaus, bis hin zu großen Mehrfamilienhäusern und Industriegebäuden.
Die österreichische Wärmepumpen- und Heizungsbranche ist mit ihren innovativen Unternehmen wie Heliotherm Wärmepumpentechnik Ges.m.b.H, LAMBDA Wärmepumpen GmbH, Ovum Heiztechnik GmbH, M-TEC ENERGY FOR FUTURE, Solarfocus GmbH und iDM Energiesysteme GmbH international führend (GET-Datenbank, BAFA-Liste, …) und liefert einige der effizientesten Produkte weltweit.
Die Branche braucht Planungssicherheit: Geregelte (Förder-)Rahmenbedingungen.
Über mehrere Jahre fixierte und leicht sinkende Fördersätze könnten mit wenig Budget großen Umsetzungsdruck / Wirkung erzeugen.
Die bisherige Heizungsförderung „raus aus Öl und Gas“ kann noch effizienter gestaltet werden. Obwohl zu erwähnen ist, dass diese aktuell nur rund 143 € je Tonne an vermiedenem CO₂ kostet und damit um ein Vielfaches günstiger ist, als später teure CO₂-Zertifikate für > 300 – 450 €/t kaufen zu müssen.
Besonders das Potenzial der Mehrfamilienhäuser muss genutzt werden: Rund 270.000 Gebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten machen über 43 % aller Wohnungen in Österreich aus (Zensus 2021). Mit nur einem Heizungstausch lassen sich hier viele Wohneinheiten gleichzeitig dekarbonisieren.
Vorfertigung und Technologisierung – wie mit unseren Wärmepumpen-CUBES – können die Umrüstung deutlich beschleunigen. Ein Bonus für serielle Verfahren, wie in Deutschland, würde die Effizienz zusätzlich erhöhen.
Eine große Herausforderung, die die Wärmewende im Mehrfamilienhausbestand in Österreich gefährdet:
Das Mietrechtsgesetz führt zu keinem Anreiz für die Modernisierung und den Heizungstausch auf erneuerbare Systeme!
Denn Eigentümer tragen die Investitionskosten, Mieter aber die Heizkosten -> Die Eigentümer haben keinen wirtschaftlichen Vorteil, die Mehrinvestitionen für eine Wärmepumpenanlage (gegenüber Öl, Gas) zu tragen, damit sich die Mieter Heizkosten sparen und langfristig unabhängig sind
Eine Modernisierungsumlage bei Warmmietenneutralität könnte den Sanierungsstau im Gebäudebestand lösen.
Wir bleiben auf jeden Fall dran und leisten unseren Beitrag zur Wärmewende!
Auch wenn derzeit noch Primär in Deutschland.